In der DWG 4 wohnen acht Kinder, wenn wir vollständig sind. Alle haben ein eigenes Zimmer. Zurzeit sind alle zehn Jahre und älter. Eigentlich können Kinder ab acht Jahren hier wohnen, einmal hat auch ein dreijähriger bei uns gewohnt. Es gibt ein Zimmer, da ist ein PC drin und ein Keyboard. Wenn es ganz dringend ist, z.B. bei einem Notfall, kann in dem Zimmer auch jemand schlafen. Dann ist der PC außer Betrieb.

Es gibt Selbstversorger – die können um sich selbst sorgen. Die haben oben eine eigene Wohnung und müssen sie alleine putzen (Das ist ein bisschen gut, sonst müssen die Betreuer so viel putzen. Es ist auch ein bisschen blöd, denn dann ist es ja gar keine Wohngruppe mehr). Die müssen auch selbst kochen und selbst aus dem Bett kommen und kucken, dass sie nicht so viel an den Medien sind.

Bevor man Selbstversorger werden kann, muss man ein Training machen (SV-Training). Da sind so Sachen drin wie z.B. hab ich mein Bett gemacht? Wenn es Platz gibt (insgesamt sind es nur drei Plätze) und sie bestehen dann dürfen Ältere (so ab 16 Jahre) in den Selbstversorgerbereich.

Im Kernbereich müssen die Betreuer auf alles achten. Wir haben auch Küchendienste und müssen unser Zeug selber wegräumen. Aber die Betreuer helfen uns bei vielem.

Wenn wir Freizeit haben, gehen wir manchmal an die Medien (nur wenn die Betreuer es erlauben). Es gibt feste Zeiten, manchmal gibt es auch Ausnahmen, dann dürfen wir länger. Wenn es warm ist, gehen wir meistens ins Freibad oder ins Schwimmbad. Manchmal gehen wir auch Fahrradfahren oder zur Fahrradwerkstatt vom Josi.

Abends müssen die älteren Kinder (ca. 13 Jahre) um 20:30 Uhr ins Bett. Die 10 – 12 jährigen um halb acht. Es gibt immer eine halbe Stunde mit den Betreuern (Bettgehzeit), die spielen dann mit uns. Was ruhiges, damit man gut ins Bett kann. Wenn man morgens nicht aus dem Bett kommt, dann muss man vielleicht früher ins Bett.

In der Wohngruppe gibt es Regeln, an die man sich halten muss. Wenn man „Stress macht“, dann gibt es Konsequenzen, z.B. Süßigkeiten-Verbot wenn man keine Zähne putzt. Wenn Dinge gut funktionieren, dann bekommen wir Murmeln. Für die Murmeln gibt es dann was, bei 60 z.B. eine Aktion mit dem Betreuer allein ins Kino oder so. Bei 30 Murmeln gibt es was für 3 Euro. Die Betreuer machen auch mit uns Ausflüge, die nehmen dann unsere Sachen mit, wenn wir z.B. ins Freibad gehen. Es nervt manchmal, wenn sie Übergabe machen. Aber sie brauchen die Zeit, damit sie wissen, was hier alles passiert.

Mir gefällt es gut in der Wohngruppe, aber manchmal gibt es Stress, z.B. wenn die Kinder miteinander Konflikte haben. Gut ist, wenn es uns dann gelingt uns zu entschuldigen, ohne dass die Betreuer es uns sagen.

Tobi (13 Jahre)